Rollenspiel Kindergarten Beispiel Essay

Inhalt:

1. Von der Rolle zum Rollenspiel

2. Wesen und Funktion von Rollenspielen
2.1. Definition
2.2. Ziele
2.3. Beispiel einer methodischen Vorgehensweise
2.4. Techniken des Rollenspiels

3. Rollenspiel im Unterricht: Spielarten und Methoden der Durchführung
3.1. Berufsrollenspiele
3.2. Kindertheater und Stegreifspiele
3.2.1. Stegreifspiele
3.2.2. Kindertheater
3.3. Planspiele
3.4. Psychodrama oder psychodramatisches Rollenspiel
3.5. Soziodrama oder Soziodramatisches Rollenspiel

4. Kritik an der Methode Rollenspiel

Literatur:

1. Von der Rolle zum Rollenspiel

„Als Gesellschaftsmitglied ist der Mensch Darsteller“[1]

Diesen kurzen aber prägnanten Satz möchte ich meiner Arbeit voranstellen. Er fasst die Vorstellung vom „Theatrum Mundi“ auf; stellt dabei allerdings weniger den göttlichen, sondern vielmehr den gesellschaftlichen Aspekt in den Vordergrund. Vor allem eröffnet der Begriff „Darsteller“ dem Menschen ein Handeln über den „als ob“-Charakter hinaus – im Gegensatz zum Theatrum Mundi.

Der Satz impliziert also nicht, dass der Mensch so handelt, als ob er eine Rolle inne hat, sondern vielmehr, dass er sie tatsächlich besitzt, dass er sie tatsächlich darstellt.

So entstanden in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts Theorien, die das Individuum in der Gesellschaft unter der Kategorie „Rolle“ betrachten: Rollentheorien.

Die sozial-interaktionistische-Rollentheorie betrachtet dabei den Menschen aus einer Perspektive, die es ihm erlaubt, in die Gestaltung seiner Rolle aktiv einzugreifen. In diesem Sinne läßt sich auch das einleitende Zitat lesen, vorausgesetzt, man verbindet mit „Darsteller“ einen aktiv und kreativ und nicht passiv und imitierend Handelnden.

Und eben diesen Ansatz greift nun die Methode Rollenspiel auf; mit diesem versuchten Forscherinnen[2] eine Methode zu entwickeln, die es dem Individuum ermöglichen sollen, Hintergründe zum gesellschaftlichen Konstrukt Rolle sowohl erkennen zu können als auch eigene Möglichkeiten der Veränderung und Beeinflußung zu finden.

In dieser Seminarabeit möchte ich mich nun also mit der Methode Rollenspiel[3] ausseinandersetzen. Dabei werde ich im folgenden Kapitel (Kap. 2) versuchen, übergeordnete Kriterien für das Rollenspiel zu finden. Anschließend werde ich einige konkrete Formen aus der Praxis – eingegrenzt auf die gängigsten aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Unterricht - aufführen (Kap. 3) und abschließend die Hauptkritikpunkte an der Methode Rollenspiel nennen (Kap. 4).

2. Wesen und Funktion von Rollenspielen

2.1. Definition

„Rollenspiel (engl. role-playing). Spielform, in der die Teilnehmer eine definierte Rolle im Interaktionszusammenhang einer simulierten realen Lebenssituation darstellen. Die Spieler können dabei unterschiedliche Rollen übernehmen, ausprobieren, wechseln und verändern, so dass sie ihr eigenes Handeln reflektieren und das Denken, Fühlen und Handeln anderer Personen besser verstehen lernen.“[4]

Allgemein ausgedrückt, funktioniert das Rollenspiel durch das Hineinschlüpfen in eine Rolle: „Der Grundgedanke des Rollenspiels in seiner einfachsten Form ist, jemanden zu bitten, sich vorzustellen, entweder er selbst oder ein anderer in einer bestimmten Situation zu sein.“[5]

Der mannigfaltige Einsatz von Rollenspielen in unterschiedlichsten Ausformungen bedingt natürlich auch unterschiedliche Funktionsweisen. Bevor ich auf einzelne, speziell ausgerichtete Ausformungen eingehe, möchte ich einige grundlegende Aspekte der Rollenspielarbeit klären.

2.2. Ziele

Allgemein geht es beim Einsatz von Rollenspiel darum, die Sichtweisen über die in der Realität ablaufenden sozialen Prozesse zu beleuchten, zu erweitern oder zu verändern.

Rollenspiel eröffnet die Möglichkeit zum Probehandeln, denn im Rollenspiel „können Handlungsmöglichkeiten erprobt, und neue Erfahrungen gemacht werden“[6]

Durch Ab- und Umbildung der Wirklichkeit im Spiel werden soziale Kompetenzen erworben, das Rollenspiel hat Sozialisationsfunktion[7]:

„Fragt man, warum und wozu denn eigentlich Rollenspiele eingesetzt werden, so stellt man – ganz allgemein gesagt – erst einmal fest, dass mit ihnen die Förderung sozialen Verhaltens beabsichtigt wird. Soziales Lernen soll initiiert, eine Reflexion und Bewältigung sozialer Konfliktsituationen ermöglicht werden.“[8]

In Anlehnung an Krappmann[9], der sich im deutschsprachigen Raum mit am meisten mit Rollentheorie auseinandersetzte, konstatiert Wendlandt[10] in Bezug auf die Methode Rollenspiel fünf Lernziele:

- Interaktion: Es werden spezifische Fertigkeiten erprobt und eingeübt, die es ermöglichen, sich besser zu einem oder mehreren Gegenüber in Beziehung zu setzen.

- Empathie: Das Einfühlungsvermögen für andere und/oder fremde Personen, Gruppen oder Situationen wird verfeinert.

- Ambiguitätstoleranz: Die Fähigkeit, entgegengesetzte Bedürnissspannungen auszuhalten, wird erprobt und verfeinert.

- Rollendistanz: Teilnehmende sollen in die Lage versetzt werden, sowohl eigene und fremde (soziale) Rollen zu relativieren; als auch deren zugrunde liegenden Normen kritisch untersuchen zu können.

- Kommunikative Kompetenz: Die Fähigkeit, sich und seine Bedürfnisse in Interaktionsprozessen so mitzuteilen, so dass der Kommunikationspartner Zugang finden kann, wird geschult.[11]

Bei diesen Zielen handelt es sich um Idealziele. Das meint zum einen, dass natürlich nicht sichergestellt sein kann, dass sie erreicht werden, zum anderen, dass Spielleiter in bestimmten Rollenspielformen ihre Schwerpunkte auf andere Ziele setzen.[12]

2.3. Beispiel einer methodischen Vorgehensweise

Im Angesicht der Bandbreite von Rollenspielen ist es nicht möglich, einen allgemeinen methodisches Vorgehen zu formulieren. Dennoch möchte ich an dieser Stelle ein Beispiel anbringen, das zumindest als Grundschema oder Anhaltspunkt dienen kann, um ein Rollenspiel strukturiert zu planen und durchzuführen.[13]

1. „Themenstellung und Entscheidung über Einordnung in das Lehr- und Lernprogramm
2. Bestimmung der äußeren Voraussetzungen
3. Auflistung der kritischen Faktoren des Problems
4. Entscheidung über Typ/Struktur des Rollenspiels
5. Auswahl des Rollenspiels oder Verfassen der Informationen und des Materials
6. Rollenspielverlauf (Ablauf)
7. Auswertung
8. Folge-Aktivitäten“[14]

Nachdem das Thema des Rollenspiels unter Berücksichtigung der Zweckdienlichkeit (also warum die Methode des Rollenspiels eingesetzt wird) und des zeitlichen Rahmens definiert wurde, werden die Lernziele genau bestimmt. Hierbei ist wichtig, eventuelle und unerwünschte Auswirkungen im Voraus einzukalkulieren. Das Lernziel richtet sich entweder nach dem erwarteten Ergebnis oder wird auf den Verlauf, also den Prozess ausgerichtet. Anschließend sollten die äusseren Voraussetzungen überprüft werden: es muss ein für Rollenspiele geeigneter Raum vorhanden sein, der genügend Platz für körperliche Aktionen bietet und dessen atmosphärische Gestaltung variierbar ist. Ein weiterer zu berücksichtigender Aspekt ist der Grad des Vertrauensverhältnisses zwischen allen Beteiligten. Die Phasen „Verlauf“ und „Auswertung“ müssen zeitlich sinnvoll und nicht zu knapp kalkuliert werden. Ausserdem muss überlegt werden, ob zusätzlich Helferinnen wie Beobachter, weitere Spielleiterinnen, zusätzliche Spieler oder themenbezogene Expertinnen zur Durchführung benötigt werden. Kritische Faktoren, die in der Organisation auftreten oder evtl. auftreten können (wie etwa die Finanzierung), sollten aufgelistet werden. Auch potentiell themenbezogene, inhaltliche und soziale Konflikte, die sich in den verschiedenen zu spielenden Rollen verbergen können, müssen durchdacht werden. Durch die in den vorhergehenden Punkten erarbeiteten Voraussetzungen kann nun entschieden werden, welcher Typ des Rollenspiels eingesetzt werden soll und ob ein bereits vorgefertigtes oder selbstentworfenes Rollenspiel zum Einsatz kommt. Der Spielverlauf selbst wird durch eine Aufwärmphase vorbereitet und erhält durch die Initiierung des Anfangs und des Endes seinen zeitlichen Rahmen. In der Phase der Auswerung wird reflektiert, diskutiert und es werden Verbesserungs- oder Veränderungsvorschläge besprochen. In darauffolgenden Aktivitäten wird der Lerngegenstand (Inhalt oder Fähigkeit) so oft im Rollenspiel wiederholt, bis sich Erfolg einstellt, also verstanden bzw. beherrscht wird. Entsprechend des Gegenstandes und der Zielsetzung kann der Versuch der Umsetzung des Gelernten in die Praxis des Alltags unternommen werden, oder es erfolgt schlichtweg nur die Klärung aufgeworfener Fragen.

2.4. Techniken des Rollenspiels

Laut Moreno und Renouvier gibt es 350 Techniken, Schützenberger beschreibt 17 Haupttechniken des Rollenspiels[15]. Ich beschränke mich hier auf die Erläuterung derjenigen Begriffe, welche in dieser Arbeit verwendet werden[16].

Im direkten Rollenspiel[17] oder direkten dynamischen Spiel spielt ein Protagonist mit Hilfe von Mitspielern eine Situation so nach, wie sie sich tatsächlich ereignet hat. Das Beiseitereden bzw. der Monolog meint die laute Gefühls-, Vorstellungs- oder Erwartungsäußerung der Spielerin. Beim Doppeln sagt ein sogenanntes Hilfs-Ich dem Spieler, was dieser empfindet, aber nicht ausspricht; es unterstützt ihn beim Verbalisieren von Gefühlen. Im Rollentausch bzw. bei der Rollenumkehr übernimmt die Protagonistin die Rolle ihrer Gegenspielerin und umgekehrt, es erfolgt eine Funktionsumkehr. Wenn Spielerin und Beobachterin sich gegenseitig auswechseln und die Situation nochmals gespielt wird, spricht man von Rollenwechsel[18]. Als letztes sei die wahrscheinlich am sensibelsten zu gebrauchende Technik genannt: die Konfrontation. Hier wird offen geäußert, was man über den anderen denkt.

3. Rollenspiel im Unterricht: Spielarten und Methoden der Durchführung

„Didaktisches Rollenspiel ist ein Interaktionsverfahren, eine Handlungstechnik, die je nach Begründung (Zielsetzung, Methode), Realisation (Spielsituation) und Bewertung (Evaluation = Überprüfung) in unterschiedlicher Weise für den Unterricht bedeutsam wird.“[19]

In diesem Sinne werden sich die folgenden Abschnitte mit einigen wesentlichen Formen der Methode Rollenspiel beschäftigen. Ich beziehen mich dabei auf die Ausführungen von Coburn-Staege[20].

Dabei bleibt anzumerken, daß die zitierte „unterschiedliche Weise“ wirkt sich natürlich auch auf den Zweck und die Ziele aus, so dass die in Kapitel 2.2. beschriebenen Idealziele so in der Praxis recht selten anzutreffen sind (die „Idealform“ in dieser Hinsicht stellt eigentlich das in 3.5. umrissene Soziodrama dar). Die Gründe dafür sind vielfältig - sei es bspw., dass Kinder aufgrund ihrer kognitiven Entwicklungsstufe noch nicht in der Lage sind, Rollen tiefergehend zu reflektieren (z.B. 3.1.2. Kindertheater); oder aber, dass der Spielleiter/Lehrer die Methode Rollenspiel hauptsächlich aus inhaltlichen Aspekten heraus wählt (z.B. 3.1. Berufsrollenspiele). Trotz alledem verliert Kapitel 2.2. dadurch nicht seine Gültigkeit, denn implizit, ich vermute v.a. abhängig von Einstellung und Idealen der Spielleiterin/Lehrerin, können die aufgestellten Zielkriterien in jede Art von Rollenspiel ihren Eingang finden.

3.1. Berufsrollenspiele

Mit dem Einsatz von Berufsrollenspielen wird der Erwerb bestimmter Fähigkeiten und Fertigkeiten erzielt, die hinsichtlich der Berufsvorbereitung, Personalschulung und Umschulung von Bedeutung sind.

Diese Fähigkeiten und Fertigkeiten werden mittels der Methode des Imitationsspiels erworben. Hierbei sind spezifische Probleme und Lösungsmöglichkeiten bekannt, sie werden anhand einer Vorlage wie z.B. eines Vortrags oder Films vorgestellt und in verteilten Rollen nachgespielt. Das Imitationsspiel erfüllt die Funktion des Trainings der Anpassungsfähigkeit. Als Techniken werden Rollenumkehr und Rollenwechsel angewendet. Eine andere Methode ist die des Simulationsspiels. In diesem Fall ist die Ausgangssituation mit dem speziellen Problem vorgegeben und die Rollen sind bis auf eine festgelegt. Diese offene Rolle ermöglicht das Training bestimmter Reaktions- und Interaktionsweisen. Hier wird sowohl die Funktion der Anpassung als auch der Gestaltung erfüllt.

3.2. Kindertheater und Stegreifspiele

3.2.1. Stegreifspiele

Das Ziel von Stegreifspielen ist das Üben von Spielfähigkeiten, der Abbau von Hemmungen und die Erprobung neuer Verhaltensweisen. Es können theatralische Momente in Form von ästhetischer Darstellung, Einsatz von Requisiten, Bühnenbild und Regie hinzu kommen.

Als Methode dient hier die spontane Improvisation. Die Spielsituation wird von der Lehrerin oder den Kindern vorgeschlagen. Der Spielleiter lenkt das Spiel behutsam. Kurze Szenen können ausgestaltet werden. Als Thema dienen sowohl Alltagsereignisse als auch Fantasiegeschichten, es können Geschichten geschrieben und frei ausgestaltet werden. Hier findet ein Übergang zu improvisiertem Kindertheater statt.

3.2.2. Kindertheater

Das Kindertheater reicht vom reinen Nachspielen bis hin zu sozialkritischem Rollenspiel. Das Ziel ist, etwas vorzuspielen und auf andere zu wirken. Der Bereich geht von der kindgemäßen Unterhaltung über selbsttätige Improvisation bis hin zur politischen Unterweisung.

Es wird zwischen drei Gruppen unterschieden, wobei im „kindertümlichen“ Kindertheater keine Verwirklichung sozial-emanzipatorschen Handelns statt findet und deshalb auch nicht näher darauf eingegangen wird.

Im „bürgerlich“-kritschen Kindertheater werden gesellschaftliche Konflikte unter der Problemstellung von Kindern und Jugendlichen dargestellt. Ziel ist hier, Denkanstöße über den Inhalt des Stücks und die Situation der Schülerinnen, die hier die Zuschauer sind, zu vermitteln. Es will belehren, Kritik- und Vergleichsfähigkeit fördern und Anregungen zum Rollenspiel liefern. Das Rollenspiel findet in Form von Nachahmung, die zur eigenen Rolle wird, statt. Durch die drei dramapädagogischen Faktoren der Darstellung, Wahrnehmung und Reflexion wird ein Beitrag zum Erwerb gesellschaftskritischen Verhaltens geleistet.

Das „proletarische“ Kindertheater zielt auf die Vermittlung politischer und gesellschaftlicher Fähigkeiten als Wissensbereicherung proletarischer Kinder ab und will zur Emanzipation der Arbeiterklasse beitragen. Diesem Prozess liegen die drei Entwicklungsphasen Erleben, Erkennen und Verstehen zu Grunde.

3.3. Planspiele

Planspiele werden auch als Entscheidungsspiele bezeichnet. Seit Mitte der 50er Jahre werden sie als Entscheidungstraining in Wirtschaft und Verwaltung zur Ausbildung von Führungskräften eingesetzt.

Im Planspiel werden Gruppenentscheidungen und -strategien erprobt und entwickelt. Konflikte zwischen Interessengruppen werden auf ihre Ursache, ihren Verlauf, ihre Konsequenzen und mögliche Problemlösungen hin analysiert. Es ist das Ziel, Zusammenhänge von Strukturelementen eines Systems und seiner funktionalen Beziehung zu erkennen. Mittels der Methode Simulationsspiel wird ein System der Wirklichkeit im Mikrokosmos rekonstruiert. Es sollen formale Fähigkeiten erlernt und Erkenntnisse über die Verbesserung der eigenen Situation gewonnen werden sowie ausführende als auch konstruktive Fähigkeiten erworben werden.

Offene Planspiele, in welchen die Lösung selbst ermittelt werden muss, und geschlossene Planspiele, bei denen Entscheidungen getroffen werden müssen, um ein vorgegebenes Ziel zu erreichen, dienen der Vermittlung ausführender Fähigkeiten. Konstruktive Fähigkeiten werden anhand des eigenständigen Entwurfs eines Planspiels inklusive all seinen Phasen erworben.

3.4. Psychodrama oder psychodramatisches Rollenspiel

Das Psychodrama gehört zu dem Fachgebiet der Psychotherapie und wird seit den 30er Jahren auch in Pädagogik und Wirtschaft angewandt. Der Wiener Arzt, Psychiater und Soziologe J.L. Moreno kann als Begründer des Psychodramas bezeichnet werden, das er in der unmittelbaren Zeit nach dem ersten Weltkrieg entwickelte (um 1922).[21]

Moreno gebraucht den Begriff des Psychodramas als Überbegriff für eine Gesamtheit an Aktionsmethoden (Rollenspiel, Soziodrama, Psychodrama, Soziometrie)[22] ; bei Schützenberger wird Psychodrama weitestgehend mit Rollenspiel gleichgesetzt.

Das Psychodrama „ist die Gesamtinszenierung der Psyche“[23], es stellt „die modellartig verkürzte Wiedergabe der im realen Leben wirksamen Beziehungen eines Menschen zu seiner Umwelt und deren Anforderungen“[24] in den Mittelpunkt.

Verhaltensmuster und Beziehungsstrukturen eines Menschen sollen mittels Psychodrama erkannt und verstanden werden. Sie werden durch szenische Darstellung und Gespräch analysiert. In der Darstellung werden Möglichkeiten der Veränderung ermittelt. Durch die Bewußtmachung von Schwierigkeiten wird Selbsterkenntnis möglich. In der Neustrukturierung der Persönlichkeit und zwischenmenschlicher Beziehungen findet eine Verstärkung der Ich-Identität statt.

Mittels der Methode der szenischen Reproduktion von Konfliktsituationen oder Verhaltensauffälligkeiten wird eine Handlungskatharsis bewirkt. Durch das Spiel werden Symptome ausfindig gemacht und Verhalten analysiert. Ein weiterer methodischer Aspekt ist die Anwendung lerntheoretischer Techniken wie klassisches Konditionieren, Beobachtungslernen, Bekräftigung, sharing (emotionale Beteiligung der Gruppe), Desensibilisierung und feed-back.

3.5. Soziodrama oder Soziodramatisches Rollenspiel

Im Mittelpunkt steht „die Darstellung und das Begreifen gesellschaftlicher Verhältnisse anhand konkreter Erfahrungen einzelner.“[25]

Die eine Hauptaufgabe des Soziodramas ist die der Kompensation. Es geht darum, normative soziale Rollen zu erwerben und Verhaltensmuster zu übernehmen. Dies geschieht durch das Nachspielen erlebter Situationen und Verhaltensmuster. So können z.B. Kinder in neue Situationen eingeführt werden. Kritisch sei hier auf die Gefahr vor Ausbildung von Marionetten hingewiesen; dies wird durch diese Art des Soziodramas nicht bezweckt. Es soll als Orientierungsmöglichkeit fungieren. Als Techniken dienen direktes dynamisches Spiel, Rollentausch, Rollenwechsel, Doppeln, Monolog und Konfrontation.

Die zweite Funktion stellt die Emanzipation dar. Es soll Distanz zu gesellschaftlichen Rollenerwartungen und normativen Verhaltensmustern geschaffen werden. Im Spiel werden eigene Vorstellungen der Situationsbewältigung dargestellt und entwickelt. Als Methode wird hier nachahmendes und Veränderndes Rollenspiel, welches über die bloße Simulation hinausgeht angewandt. Verschiedene Verhaltensmuster können erprobt und verglichen werden.

Coburn-Staege vermutet, dass ein Individuum erst nachdem es sich an eine Rolle anpassen kann und die impliziten Rollenerwartungen erfüllt, Kritik entwickeln und so zu Rollendistanz gelangen kann.[26]

Der Erwerb sozialer Kompetenzen durch das Lernen am Modell[27] und in der Gruppe ist das Ziel des emanzipatorischen Soziodramas. Lernen erfolgt durch den Prozess der Verhaltensänderung.

4. Kritik an der Methode Rollenspiel

Rollenspiel stellt in allen Lebensbeichen eine hilfreiche und interessante Technik des Lernens, Vermittelns und Veränderns dar. Dennoch muss man sich auf mindestens drei Ebenen mit kritischen Punkten ausseinandersetzen:

Auf gesellschaftlicher Ebene konstatiert Haug, dass das Rollenspiel nicht der Entwicklung der Gesellschaft diene, sondern den „herrschenden Interessen“[28], indem Defizite nämlich nur „glattgebügelt werden, um auf ein erträgliches Maß an Unterdrückung zu gelangen.“[29] Auch wenn der klassenkämpferische Ton eine etwas befremdliche Affektierung beim Leser von Haugs Text auslösen mag, so spricht sie hier doch einen sehr zentralen Punkt an, mit dem sich Erziehung immer wieder ausseinandersetzen muss: Ist die Förderung der Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit der Kinder systemtragend, systemverbessernd oder systemverändernd[30] ?

Des weiteren sei die Ebene des Spiels, die gleichzeitig die des Individuums betrifft, angesprochen. Diese Kritik betrifft über das Rollenspiel hinaus jede Spielform, die zum Zweck des Lernens benutzt, umgedeutet und entwickelt wird. Denn wie vom Spieltheoretiker Scheuerl postuliert, verfolgt das Spiel keinen außerhalb seiner selbst liegenden Zweck. Auch dieser Kritikpunkt wird sowohl von Haug, die von einer „Zweckentfremdung“ und „Bevormundung“[31] des Phänomens Spiel spricht, als auch von Flitner angesprochen. Flitner sieht ein großes Problem darin, wenn Lerninhalte in das ursprüngliche Spielverhalten gewissermaßen eingeschleust werden. Häufig löst sich dieses Probelm jedoch selbst, denn „soll das Spiel als Medium der Indoktrination oder der Verhaltensregelung dienen, ist es [...] überfordert und zu baldigem Scheitern am Widerstand und der Langeweile der Kinder verdammt [...].“[32] Trotzdem möchte ich diesen Kritikpunkt weiterhin betonen (und nicht durch das Argument ‚Schutzmechanismus Langeweile’ unter den Tisch fallen lassen), da durch eine gute Kenntniss der kindlichen Psyche Indoktrination in ein Rollenspiel einfließen könnte – sei es bewußt oder unbewußt.

Abschließend möchte ich die Person der Spielleitung ansprechen. Hierbei handelt es sich weniger um einen Kritikpunkt als vielmehr um die Frage nach dem Gefahrenpotential, die von Rollenspielen ausgehen kann durch den „menschlichen Risikofaktor“, den die Spielleitung darstellt, wenn sie, in der Art des Zauberlehrlings Prozesse initiert, deren Tragweite sie nicht gewachsen ist. Bei den inhaltsakzentuirenden und weniger auf innerpsychische Prozesse abzielenden Rollenspiele muss wohl nicht um das Wohl von Teilnehmerinnen gefürchtet werden. Doch gerade wenn das Rollenspiele sensiblere Bereiche berührt – also v.a. beim Psychodrama – muss eine Spielleiterin die Kompetenz besitzen, auftauchende Problemsituationen früher oder später zu einer konstruktiven Lösung zu bringen. Es gilt also wie beim Zauberlehrling: Erst ab einer speziellen Qualifikation und Erfahrung sollten sich Spielleiter (allein) an Rollenspiele wagen, die sich stark mit der Psyche der Teilnehmer befassen bzw. auf diese auswirken können.

Literatur:

Coburn-Steage, U. Lernen durch Rollenspiel Frankfurt Fischer 1977

Flittner, A.: Spielen – Lernen. München Pieper 1998

Haug, F.: Kritik des Rollenspiels. Frankfurt Campus 1977

Haug, F.: Rollentheorie. In: Kerber, H. & Schmieder, A. (Hrsg.) Handbuch Soziologie. Reinbeck Rowohlt 1991

Krappmann, L: Lernen durch Rollenspiel. In: Kochan, B. (Hrsg.) Rollenspiel als Methode sprachlichen und sozialen Lernens. Königsstein Athenaum 1977

Sader, M.: Rollenspiel als Forschungsmethode. Opladen Westdeutscher Verlag 1986

Schaub, H & Zenke, G.: Digitale Bibliothek Band 65: dtv-Wörterbuch Pädagogik. Directmedia Berlin 2002

Schützenberger, A.: Einführung in das Rollenspiel: Anwendung in Sozialarbeit, Wirtschaft, Erziehung und Psychotherapie. Stuttgart Klett 1976

Van Ments, Morry: Rollenspiel: effektiv. München F. Ehrenwirth 1991

Wendlandt, W. et al. (Hrsg.): Rollenspiel in Erziehung und Unterricht. München E. Reinhard 1977

Zimbardo, P.: Psychologie. Heidelberg Springer 1999

[...]



[1] Haug 1991, S. 484

[2] Im folgenden werde ich abwechselnd männliche und weibliche Formen verwenden – ich möchte darauf hinweisen, dass ich immer die Angehörigen beider Geschlechter meine, bzw. anspreche.

[3] Als sogenanntes angeleitetes Rollenspiel. Davon abgegrenzt werden muss das spontane Rollenspiel in der Kindheit und das Rollenspiel als Spiel – so v.a. die Live-Rollenspiele und PC-Rollenspiele.

[4] Schaub, H & Zenke, G. S. 1788

[5] Van Ments, S. 14

[6] Coburn-Staege, S. 8

[7] Coburn-Staege, S. 5

[8] Wendlandt, S. 5

[9] z.B. Krappmann, S. 36

[10] Wendlandt, S. 5

[11] Krappmann, S. 36

[12] Zu dieser Problematik vgl. Kap. 3.

[13] Van Ments, S. 34 ff

[14] Van Ments, S. 34

[15] Schützenberger, S. 49

[16] vgl. Schützenberger, S. 49ff; Coburn-Steage, S. 118f

[17] Der jeweils erstgenannte Begriff stammt von Schützenberger, der zweitgenannte von Coburn-Staege. Wird nur eine Bezeichnung verwendet, so stimmen die Begriffe überein.

[18] diese Form wird nur von Coburn-Staege beschrieben, bei Schützenberger taucht „Rollenwechsel“ nicht auf.

[19] Coburn-Staege, S. 99

[20] nach Coburn-Staege, S. 99ff

[21] Schützenberger, S. 24

[22] Schützenberger, S. 20

[23] Schützenberger, S. 24

[24] Coburn-Steage, S. 114

[25] Coburn-Steage, S. 120

[26] vgl. 2.2. Ziele

[27] ein Ausdruck der Lerntheorie, der durch A. Bandura geprägt wurde; z.B. Zimbardo, S. 442ff

[28] Haug 1977, siehe Buchrückseite

[29] Haug 1977, S. 155

[30] Flittner, S. 114 f

[31] Haug 1977, S. 137

[32] Flittner, S. 115

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Essay zum Thema: Rollenzuschreibungen "Ich bin, ich bin nicht"

Aufsatz: Ich bin, ich bin nicht


Ich bin. - Du bist. - Wir sind. -
Aber, wer oder was, sind wir? Sollte es nicht besser heißen: Ich bin, allein ich. Nur ich bin. Niemand weiß, wer ich bin, was ich bin, wie ich bin. - Niemand weiß genau, was ich kann, was ich will, welches Potential in mir steckt. - Dennoch wollen sie es besser wissen, die Menschen, in meiner Umwelt. Sie geben unsinnige Ratschläge, zwängen mich in Rollen, assoziieren ich mit etwas und jemanden. Alles wissen sie es besser! - Nein, das ist nicht der Fall, sie wollen es nur besser wissen. Allerdings vergessen sie bei ihrem Zwang, alles besser wissen zu müssen, was sich für mein Dasein überhaupt positiv auswirkt. Ehrlich gesagt weiß ich nicht einmal selbst, wer ich bin oder was für sich für mein Dasein positiv auswirkt.

Fragen wie:" Wer bin ich eigentlich, was kann ich, was will ich?", sind sehr schwer zu beantworten. Wahrscheinlich wäre ich nicht einmal in der Lage, eine der Fragen zu beantworten. Doch wie konnte es so weit komme, dass ich nicht weiß, wer ich bin? - Sie werden jetzt anfangen zu lachen und denken, dass ich nur eine verwirrte, planlose junge Frau sei, die sich noch in ihrer Persönlichkeitsfindungsphase befände. - Da muss ich Sie leider enttäuschen, dem ist nicht so. Und überhaupt bin ich kein Einzelfall. Den meisten jungen Menschen geht es so. Sie wissen nicht, wer sie sind. - Jetzt werden Sie bestimmt denken, dass wir Jugendliche allgemein planlos sind. - Vielleicht. - Aber bevor Sie vorschnell über mich und andere urteilen: "Wissen Sie, wer Sie sind?" Der Unterschied zwischen "Planlosen" und Ihnen ist die Tatsache, dass wir uns darüber Gedanken machen.

Glück gehabt! - Ich werde Sie nicht damit behelligen. Doch ich finde es bedenklich, weshalb beinahe niemand genau weiß, wer er ist. Das ist verwunderlich! Wir leben in einer Welt in dem Egoismus, der eigene Vorteil und Wettbewerb dominieren. Trotzdem, oder gerade deshalb ist der Zustand, "ich bin ich selbst", nicht mehr existentiell. Vielmehr gilt es, so zu sein, dass man den Erwartungen der anderen entspricht.

Sind wir dann etwa ein "Homo Sociologicus"? Wenn ja, dann hätte Dahrendorf Recht und "wir" wären durch soziale Rollen und Normen eingeengt. Es sprechen sehr wohl einige Dinge dafür. Die Farce, in eine Rolle gedrängt zu werden, beginnt schon vor der Geburt. Übereifrige Eltern streichen das Kinderzimmer rosa, sobald sie wissen, dass sie ein Mädchen erwarten. Darüber hinaus werden fleißig Kleidchen, Puppen und so weiter gekauft, natürlich alles rosa und pink. Werden die Mädchen dann größer werden sie im Ballett, Turnen oder in einer Bastelgruppe angemeldet. Ausgenommen sind die Mädchen, deren Eltern, von der Gesellschaft belächelt, als Individualisten oder unangepasst bezeichnet werden. Deren Kinder dürfen einfach "nur Kind", und sie selbst sein.

Allerdings sind die "Individualisten" nur eine Randerscheinung. Und so gibt es (dafür sind wir ja alle dankbar) noch tausende Super-Mamis und Super-Papis, die mit ihren Lenas, Lisas oder Leonies zum Reiten gehen. Doch wird sagt denn, dass die kleine Lena nicht boxen kann? - Ich höre niemanden, der mir widerspricht. Also warum werden die Kleinen dann dazu erzogen, es nicht einmal versuchen zu wollen. -Das altbekannte Problem, die Rollenzuweisung, kann hier angeführt werden. Ein schreckliches Wort -"Rollenzuweisung". Es ist gebildet aus "Rolle" und "Zuweisung". Rolle bedeutet allerdings für mich, dass etwas gespielt wird und nicht "echt" bzw. "natürlich" ist.

"Zuweisung" dagegen hört sich, bezogen auf mich selbst (mir werden schließlich auch Rollen zugewiesen), angsteinflößend an. Rollenzuweisung ist lediglich ein Zwang, somit nichts freiwillig Ausgeübtes, sondern etwas Fremdbestimmtes.
Diese sogenannten Rollenzuweisungen sind (leider) nicht nur in Kindertagen präsent und spezifisch für Geschlechterrollen konzipiert, sondern verfolgen und unser leben lang. Wollen wir das? Soll Theater und Zwang unser ganzes Leben bestimmen? Meines Erachtens wäre das nicht Sinn der Sache. Wenn wir alle nur fremdbestimmt unser Leben leben, dann haben Frankreichs Revolutionäre, die Aufklärer, die Befürworter der Demokratie umsonst für Freiheit und Individualismus gekämpft. Schließlich sind wir in unseren stereotypen Rollen auch nicht frei. Gesellschaftlicher Zwang und Erwartungen bestimmen unser Leben. Doch wie konnte es so weit kommen? Oder war es schon immer so? - George Herbert Mead würde erwidern, dass es sogar in etwa so sein muss.
Seine Theorie besagt, dass die Interaktion mit anderen Menschen notwendig sei, damit wir überhaupt eine Ich-Identität aufbauen und eine Intelligenz erwerben können.

Jedoch trennt er dabei zwei Bereiche, die soziale Identität (die Theorie der sozialen Identität ist mit Dahrendorfs Thesen gleichzusetzen) und die Ich-Identität. Einerseits sind das Fremdbild ("Me") und andererseits das Selbstbild ("I") ein fester Bestandteil unseres "Ichs". Zwischen diesen zwei "Ichs" muss konstant eine Balance herrschen, ansonsten gerät unser Dasein ins Wanken. -
Puh! Also ist etwa die Erklärung für unser Problem, das Ungleichgewicht unsres "Ichs".
Unser Fremdbild überwiegt unser Selbstbild, wir sind also lediglich ein Objekt in einem Ozean voller anderen Objekten, das in das Gesamtbild passen möchte. - Sie haben richtig gehört, wir sind im Ungleichgewicht.

Aber es stimmt, wir definieren uns nur noch über Äußeres. Wir leben nach dem Motto: Hoffentlich gefällt es den anderen. Um diese Absurdität zu erreichen, ändern wir uns selbst. Wir passen uns der Mode an, versuchen den Chef zu beeindrucken und und und.
Diese Liste ist lang und irgendwie auch gefährlich. Oder was glauben Sie woher Mobbing und Burn-out stammen? - Mobbing entsteht, weil die Opfer nicht angepasst sind, nicht der Norm entsprechen oder auch gar nicht wollen. Gemobbt wird häufig der, der noch ein ausgeprägtes Ich hat. - Sind wir also nur neidisch?
- Man weiß es nicht. -
Burn-out haben die Menschen, die es schon fast geschafft haben, ganz im Fremdbild aufzugehen. Sie haben meist Erfolg im Job, sind in Vereinen engagiert, versuchen alles perfekt zu machen und sind darauf bedacht, positives Feedback zu erhalten.
Also sollte das nicht ein Zeichen sein, zu überdenken, was wir machen? Wir zerstören unser "Ich", das, was jeden von uns ausmacht, ihn zu etwas Besonderem macht, selbst.
Das ist einfach nur traurig!
Aber ich muss zugeben, ich bin eine von diesen, die denken, nur etwas zu sein, wenn andere einen auch gut finden. Ich definiere mich, wie wahrscheinlich Tausende von anderen Jugendlichen, durch meine Noten. Menschen wie ich haben dann das Gefühl zu versagen oder gar ein schlechter Mensch zu sein, wenn es in der Schule nicht rundläuft.

Für dieses Ich-Bewusstsein sind wir im Grunde auch nicht ganz selbst verantwortlich. Jeden Tag wird gesagt, dass nur der, der gute Noten hat, später die Chance hat, es "zu etwas zu bringen". - Also machen wir uns eben selbst Vorwürfe, na und?
Aber wie soll man heute noch so sein wie man will? Alles wird uns vorgelebt: Wie wir uns kleiden sollen, was unsere Werte- und Moralvorstellungen sind...; Erst wenn es zur Eskalation kommt, wird aufgehorcht und gelästert.

Die Jugend von heute, eine Mischung zwischen Size-Zero und Computersucht. - Das bekomme ich von manchem Erwachsenen zu hören. Aber wer hat uns Mädchen denn die super schlanken Barbie-Puppen zum Spielen gekauft? - Ja, ihr lieben Eltern!
Also sollten wir nicht einfach aufhören, in Rollen und Schemen zu denken?
Liebe Leute, Rollendenken bietet schließlich keine Vorteile, Rollendenken hemmt uns nur in unserer Entfaltung und Entwicklung. Doch damit in dieser Hinsicht "eine kleine Revolution" stattfindet, muss jeder selbst sein Fehlverhalten erkennen. Wir machen uns schon ein Bild von jemandem, bevor dieser Mensch ein Wort mit uns gesprochen hat. Hat dieser Mensch eine Tätowierung, wird er als Rocker und somit rebellisch bezeichnet.
Wir geben den Menschen keine Chance so zu sein, wie sie wollen!
Nur auf Grund einer Erscheinung. Das schränkt uns ungemein ein. Also sollten wir nicht endlich anfangen über uns selbst nachzudenken und die Menschen sie selbst sein zu lassen? Damit wir alle so sein können, wie wir sein wollen, und nicht die Meinung der anderen über uns, über den Werdegang unserer Persönlichkeit entscheidet. Denn letztendlich machen uns die vielen Erwartungen nur kaputt. Und wir müssen einsehen, dass wir alle ohnehin nicht erfüllen können. Lasst und deshalb anfangen, zu sagen: "Ich bin, was ich bin".
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Diesen Essay habe ich in eine Klausur (in der Kursstufe 2), zum Thema "Rollenzuschreibungen - Du bist, was die anderen von Dir erwarten"!, verfasst.Ich hinterfrage die Erziehung zu typischen Mädchen, die ungebetenen Ratschläge von gutmeinenden Mitmenschen und das Rollendenken in vielen Kreisen. Mein Wunsch ist es, dass jeder junge Mensch selber seinen Platz in der Welt finden kann, dort wo er sein will und nicht dort, wo ihn die andern gerne hätten. (1381 Wörter)
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